Wir stellen unser Verpackungsmaterial bei Lecka Nutrition von papierkompostierbar / biobasiert auf recycelbaren / fossilbasierten Kunststoff um. Warum?
1. Papierbasierte Materialien bieten nicht die gleiche Produktqualität für unsere Kernzielgruppe der Outdoor-Sportler. Schweiß, Regen etc. schaden leider der Papierschicht.
2. Kompostierbare Materialien haben keine guten Feuchtigkeits- und Sauerstoffbarrieren, die unseren Produkten eine hervorragende Frische und einen köstlichen Geschmack verleihen. Da sich das Material mit der Zeit biologisch abbaut, schwächen sich auch die Barrieren ab. Wir hatten viele, viele Probleme mit der Lebensmittelqualität. Und wer möchte schon Tausende von Produkten wegwerfen?
3. Die Mindestbestellmengen sind bei neuen Materialien immer noch super hoch. Der Kauf des biobasierten Materials und die damit verbundenen Probleme hätten unser Unternehmen im Jahr 2022 beinahe ruiniert. Wir haben wahrscheinlich Zehntausende von Dollar verschwendet, um Maschinen zu konfigurieren. Die Risiken sind hoch für ein kleines Unternehmen wie unseres!
4. Betrachtet man die Lebenszyklusanalyse (Crate-to-Grave) von biobasierten im Vergleich zu fossilbasierten Materialien, gibt es keinen klaren Sieger. Die Medien konzentrieren die Diskussion auf die Abfallwirtschaft, wo kompostierbare Materialien wohl besser sind (aka Gehirnwäsche der Verbraucher), aber in Wirklichkeit müssen auch Energieverbrauch, Wasserverbrauch, Landverbrauch, Ökotoxizität usw. für eine ganzheitliche Bewertung berücksichtigt werden. Der Vergleich von 89 Studien zeigt, dass weitere Forschung erforderlich ist, um eine klare Antwort zu finden.
5. Wir schätzen, dass vielleicht etwa 0,001% unserer Kunden die Verpackungen kompostiert haben. Es stellte sich heraus, dass selbst große Unternehmen, die behaupten, unsere kompostierbaren Verpackungen zu mögen, die Verpackungen in den Kunststoffabfallstrom geworfen haben (was den Recyclingprozess schädigt).
Also, welches Material haben wir gewählt?
Wir haben uns für das Monomaterial Polypropylen (PP) entschieden, das in den meisten Anlagen weltweit recycelt werden kann.
>90% der Snackverpackungen sind Einwegverpackungen, weil sie eine Mischung aus Materialien verwenden. Das wollten wir nicht!
Wir können uns nur für bessere Abfallwirtschaftssysteme einsetzen, die den Kreislauf schließen. Und für mehr Forschung, um bessere Materialoptionen zu finden.
Als Ernährungsunternehmen tun wir das Beste für unsere Kunden. Wir hören auf Feedback. Wir verbessern uns.
Es ist ein komplexes Thema. Wir werden weiterhin experimentieren und forschen.
Wir können Verbrauchern nur empfehlen, selbst zu recherchieren, was sie für richtig oder falsch halten.
Probieren Sie unsere Produkte in der Zwischenzeit aus. Sie sind köstlich und funktionell für Ausdauerabenteuer :)
Link zur Studie:
https://linkinghub.elsevier.com/retrieve/pii/S0959652620312051